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Hochwärmeleitfähige Verbundwerkstoffe: Grundprinzipien und Herausforderungen

Inhalt

Vergussharze für wärmeleitfähige Isolierverbundwerkstoffe

Im Bereich der dielektrischen Isolierstoffe stellt das Wärmemanagement eine große Herausforderung dar. Polymermatrix-Verbundwerkstoffe mit Füllstoffen ermöglichen die Kombination von elektrischer Isolation und effizienter Wärmeableitung. Ein Überblick über die grundlegenden Prinzipien.

Definition: Verbundwerkstoff — Ein Verbundwerkstoff ist ein heterogenes Material aus mindestens zwei nicht mischbaren Bestandteilen, deren Kombination dem Gesamtmaterial Eigenschaften verleiht, die keiner der Bestandteile allein besitzen würde. Es werden zwei Hauptphasen unterschieden: die Verstärkungsphase und die Matrix.

Schlüsselzahlen

WertBedeutung
~0,2 W/m·KTypische Wärmeleitfähigkeit eines reinen Polymers
> 4 W/m·KErreichbar mit Keramikfüllstoffen
300 W/m·KIntrinsische Wärmeleitfähigkeit von Bornitrid

Aufbau eines Verbundwerkstoffs

Ein Verbundwerkstoff besteht aus zwei Hauptphasen mit sich ergänzenden Aufgaben:

Phase 1 — Matrix

Sorgt für den Zusammenhalt des Werkstoffs, gibt ihm seine Form und chemische Beständigkeit. Kann sein:

  • Mineralisch (CMC, MMC)
  • Duroplastisch-organisch (Epoxid, Silikon)
  • Thermoplastisch-organisch

Phase 2 — Verstärkung (Füllstoffe)

Wärmeleitende Partikel zur Verbesserung des Wärmetransfers bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der elektrischen Isolierung:

  • Keramische Füllstoffe (BN, AlN, Al₂O₃)
  • Metallische Füllstoffe (Ag, Cu, Al)
  • Kohlenstoffhaltige Füllstoffe (Graphit, Graphen, CNT)

Warum werden Wärmeleitfüllstoffe eingesetzt?

Polymermatrizes weisen von Natur aus sehr niedrige Wärmeleitfähigkeiten auf, die im Allgemeinen unter 0,5 W/m·K liegen. Für dielektrische Isolieranwendungen mit intensiven Wärmezyklen (Transformatoren, Elektromotoren, Leistungsmodule) ist dieses Niveau zunehmend ungenügend.

Die Zugabe wärmeleitender Füllstoffe erhöht diesen Wert deutlich, ohne die elektrischen Isoliereigenschaften zu beeinträchtigen. Die Auswahl der Füllstoffe hängt von verschiedenen Kriterien ab: chemische Natur, Morphologie, Korngröße, Einfüllrate und Qualität der Grenzfläche mit der Matrix.

Duroplastische Matrizes: das Referenzmaterial

Im Bereich der flexiblen dielektrischen Isolierstoffe nehmen duroplastische Matrizes, insbesondere Epoxidharze, eine führende Stellung ein. Ihre Vernetzung verleiht ihnen dimensionale Stabilität und hervorragende mechanische Beständigkeit und bietet gleichzeitig eine ideale Grundlage für die Einarbeitung wärmeleitender Füllstoffe.

Füllstoffe verschiedener Art können kombiniert werden, um Synergieeffekte zu erzielen und effektive Wärmeleitfähigkeiten von mehr als 4 W/m·K mit Keramikfüllstoffen bei hohen Volumenanteilen (60-80 %) zu erreichen.

Marktausblick 2025: Der weltweite Markt für elektrische Isoliermaterialien wird für 2024 auf 11,9 Mrd. USD geschätzt, mit einem projizierten jährlichen Wachstum von +6,6 % bis 2034. Elektrofahrzeug- und Erneuerbare-Energien-Anwendungen sind die wichtigsten Wachstumstreiber.

Möchten Sie das Wärmemanagement Ihrer dielektrischen Isolierstoffe optimieren? Kontaktieren Sie unser technisches Team unter sales@segdielectriques.com für eine individuelle Beratung.

Unser Know-how

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Seit über 70 Jahren entwickelt SEG DIELECTRIQUES Hochleistungs-Isoliermaterialien für die Elektro- und Elektronikindustrie. Dank ihrer ausgeprägten Expertise in Beschichtung, Harzimprägnierung und Formulierung entwickelt das Unternehmen technische Lösungen, die den anspruchsvollsten Umgebungen gerecht werden.

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